Am 29. September 2024 trafen sich die Gemeinden Bergisch Gladbach, Köln-Buchheim, Köln-Dellbrück, Köln-Porz und Köln-Rath in der Kirche in Buchheim (die Gemeinden Gummersbach, Lindlar und Waldbröl feierten den Gottesdienst gemeinsam in Waldbröl), nachdem am vorhergehenden Samstag das Bezirksfest für alle Gemeinden des Bezirks in Engelskirchen-Wallefeld stattgefunden hatte. Unter der Leitung von Priester Rolf Bauer aus Bergisch Gladbach gestalteten priesterliche Ämter aus allen anwesenden Gemeinden gemeinsam diese Stunde.
Engel als Botschafter Gottes
Engelschutz und Engeldienst waren die Schwerpunktthemen an diesem Sonntag. „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebräer 13,2), lag ihm als Bibelwort zugrunde. Priester Rolf Bauer zitierte am Anfang des Gottesdienstes, angeregt durch das Chorlied, aus dem Psalm 91: „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ Berichte über Engel zögen sich durch die ganze Heilige Schrift. Sie hätten beispielsweise den Baum des Lebens bewacht, die Menschen aus dem Paradies geleitet, hätten Maria die Geburt Jesu verkündet, ebenso später die Auferstehung Jesu. Bei Christi Himmelfahrt hätten sie Jesu Wiederkunft verheißen. Engel seien also immer wieder die Überbringer wesentlicher Botschaften gewesen, die die Welt verändert hätten.
Auch heute würden Engel wirken. Engel seien dienstbare Wesen für alle Menschen. Jeder möge erleben, dass Engel keine Fabelwesen seien, sondern dass Gott durch sie für jeden praktisch wirke. Dazu sei ein besonderer Blick notwendig, Wir müssten uns darauf einlassen, wie Gott unser tägliches Leben gestalten wolle.
Engel erleben und Engel sein
Evangelist Mario Spieker, Vorsteher der Gemeinde Köln-Porz, nannte Engel, von denen besonders bei der Geburt von Kindern die Rede sei, Tür- und Herzensöffner Selbst bis dahin ungläubige Menschen hätten erlebt, dass Hinweise von Engeln, die sie erhalten hätten, sich bewahrheitet hätten. Wir würden stets den Engelschutz erwarten. Genauso gut könnten wir selbst Engeldienste übernehmen, also für andere da sein.
„Immer nah – immer da!“ Diesen Werbespruch, der jederzeit Schutz und Hilfe verspreche, erwähnte Priester Jörg Sollondz aus der Gemeinde Köln-Rath. Viel mehr gelte diese Sicherheit für unsere Beziehung zu Gott. Wir müssten dafür empfindsam sein und merken, dass die Hilfe von Gott gekommen sei.
Engelschutz und Engeldienst
Evangelist Stefan Müller, Vorsteher in Köln-Dellbrück, stellte die Frage, wer in unserem Leben ein Engel sei. Kinder seien in besonderer Weise Engel, für die wir dankbar seien. Ebenso seien Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde Engel. Entscheidend sei, die Menschen, die Gott als Engel sende, als Geschenk Gottes wahrzunehmen. Was Gott durch Seelsorgerinnen und Seelsorger sage, sollten wir als Engeldienst erkennen. Der Heilige Geist mache es uns möglich zu erkennen, ob es von Gott komme.
Der Vorsteher von Köln-Buchheim, Evangelist Dominique Baur, erinnerte an den Teil einer Liedstrophe: „Wie wird’s erst in dem Himmel sein? O Herr, bring uns hinein!“ Wichtig dabei sei, die Gemeinschaft zu pflegen. Engel würden sich nicht aufdrängen. Wir sollten versuchen, in Schwester und Bruder den Engel zu erkennen und anzunehmen, so würden wir Gott annehmen.
Priester Rolf Bauer ergänzte die Gedanken mit dem Hinweis, dass Engeldienst nicht nur aus Engelschutz und Verkündigung bestehe, sondern dazu ebenso Sündenvergebung, Heiliges Abendmahl und Schlusssegen gehören würden. Das sei die nächste Stufe, von Gottes und Jesu Liebe zu genießen. „Mach dich frei, sei ein Engel für dich selbst, mach den Blick frei für das ewige Ziel!“
© Bezirk Köln-Ost
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