Am 11.5. feierte der junge Glaubensbruder Ben Schmidt im Kreis der großen Gemeinde und seiner Familie das Fest der Konfirmation. Auch die Gemeinde Köln-Rath war dazu eingeladen.
Der Gottesdienst wurde feierlich umrahmt von Chor und Orchester.
Dieser besondere Gottesdienst stand unter der Überschrift: Entschlossen, Gute zu tun.
Der Gemeindevorsteher, Priester Rolf Bauer führte aus, dass mit dem Kommazeichen in dieser Überschrift eine Absicht bekundet wird. Ohne dieses Komma bedeutet diese Absicht, dass Gutes tun in aller Entschlossenheit in die Tat umgesetzt wird.
Der Vorsteher erläuterte die Entstehung der Konfirmation und auch des Konfirmationsgelübdes. Dieses sei keine spätmittelalterliche Erfindung sondern ist mit der älteste überlieferte liturgische Text des entstehenden Christentums. In jener Zeit haben sich erst die Erwachsenen taufen lassen. Dazu mussten sie wörtlich dieses Taufgelübde vortragen, dessen Text wir heute als Konfirmationsgelübde kennen. Als Kompromiss zwischen der Kindestaufe und der Erwachsenentaufe haben im 16.Jahrhundert die Reformatoren und die Täuferbewegung die Konfirmation ins Leben gerufen. Hierbei wird das Taufgelöbnis der Eltern nunmehr mit dem Konfirmationsgelöbnis des/der Heranwachsenden bestätigt (konfirmiert). Seit damals wird das in den protestantischen Kirchen und später auch in der Neuapostolischen Kirche praktiziert. Der Wortlaut ist in allen diesen Gemeinden derselbe.
Somit sei die Konfirmation die Vergegenwärtigung und Bestätigung der Taufe mit Wasser und dem Heiligen Geist, die einst am Kleinkind vollzogen gewesen sei.
Dazu erhalte der Konfirmand/ die Konfirmandin noch einen ganz besonderen Segen.
In der Predigt wurde der Bibelvers für diesen besonderen Tag verarbeitet: Philipper 2, 4: "und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient."
Nach diesem Wort komme man selbst nicht zu kurz, sorge sich aber auch um das Wohl des Nächsten und der Schöpfung. Als Ergebnis tue man dadurch das Gute. Hilfe zur Unterscheidung was das Gute und das Böse ist, sei bei allem Denken, Reden und Handeln die Frage an sich selbst, in welche Richtung sich danach das Verhältnis zu Gott und zum Nächsten verändere.
Jede Konfirmandin und jeder Konfimand, jeder Christ mag es wie Jesus machen: Sich den Schwachen, Benachteiligten, Gehänselten, Ausgestossenen etc. zuwenden, ihnen beistehen. Auch die Beziehungspflege Jesu' zu seinem Vater sei uns Vorbild: Inniges Gebet und Ausrichtung nach seinem Willen. Wir mögen nicht nur christliche Werte kennen und davon reden, sondern viel mehr noch Haltung zeigen und entschlossen Jesu in dieser Zeit nachfolgen. Daraus ergäben sich innerer Frieden, Erfüllung, Hoffnung, Zusammenhalt und Perspektive -genau das was wir, unsere Umgebung und die ganze Gesellschaft so nötig hätten.
Die Segenshandlung eingeleitet haben Ben's Konfirmandenlehrer und gleichzeitig sein Großvater, Priester i.R. Gerhard Schmidt mit dem Verlesen des Konfirmationsbriefes von Stammapostel Schneider. Danach folgte ein musikalischer Beitrag des Chores. Nach Ansprache durch den Vorsteher und mit Ben's kräftigem und entschlossenen "Ja", fanden sich mit am Altar die beiden Konfirmandenlehrkräfte Gerhard Schmidt und Sabine Mohr ein um den Konfirmanden zu unterstützen. Gemeinsam, mit der ganzen Gemeinde erklang gut hörbar auch aus Ben's Mund das Konfirmationsgelübde. Damit konnte dann der Segen Gottes durch Handauflegung gespendet werden.
Nach der sich anschließenden Feier des Heiligen Abendmahls, Gebet und Schlusssegen sang zum Abschluss dieses Festgottesdienstes der Chor zusammen mit allen Anwesenden das irische Segenslied: "Möge die Strasse uns zusammenführen".
In bester Atmosphäre schloss sich danach die Gratulationscour für Ben an.
© Bezirk Köln-Ost
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