„Lasst uns Gutes tun!“ Dieses Motto wollte die Gemeinde Köln-Buchheim auch im Bereich Naturschutz umsetzen und nahm daher die Anlage einer Wildbienenwiese an Stelle des bisherigen Rasens in Angriff.
Was ist eine Wildbienenwiese?
Eine Wildbienenwiese leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt verschiedenster Insektenarten. Sie wirkt damit dem Aussterben dieser Tiere entgegen. Statt des Einheitsgrüns eines gepflegten Rasens wachsen auf einem mageren Boden Wildblumen, am besten aus heimischen Blumensorten, denn diese sind die ideale Nahrungsquelle für Insekten. Die Bienen brauchen ungefüllte Blüten, also Blüten, bei denen die Staubgefäße sichtbar sind.
Die Pflanzen säen sich immer wieder selbst aus. Dadurch entsteht mit der Zeit eine robuste Artenvielfalt, die mit dem vorherrschenden Klima bestens zurechtkommt. Neben den bunten Farben, die den Garten verschönern, füllen ihn Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zusätzlich mit Leben.
Was wurde getan, um die Wildbienenwiese anzulegen?
Die beste Zeit, um eine Wildbienenwiese anzulegen, sind die Monate März bis Mai oder September bis Oktober. Nach entsprechenden Vorgesprächen und Planungen trafen die Mitarbeiter der Gartenbaufirma am 7. Mai 2025 zum ersten Mal an der Kirche ein, um mit den Arbeiten zu beginnen. Der vorhandene Rasen wurde so kurz wie möglich geschnitten.
Am 14. und 15. Mai 2025 gingen die Arbeiten weiter. Nach einem weiteren Mähvorgang wurde mit einer Fräse das Moos entfernt und anschließend mit einem Pflug der Boden umgegraben. Nach einigen Tagen wird das Saatgut auf die Fläche gestreut und etwas eingerecht, anschließend mit einem Brett oder einer Walze gefestigt - wir werden davon berichten!
Am 4. Juni 2025 war es dann endlich soweit. Das Saatgut wurde wurde mit einem Füllmaterial vermischt und auf den vorbereiteten Boden aufgeworfen. Anschließend wurde es mit einer Handwalze angedrückt. In den ersten sechs Wochen wurde die neu eingesäte Fläche fast täglich am frühen Morgen gründlich gewässert. Inzwischen ist der ehemalige Rasen eine grüne Wildwiese geworden und die ersten bunten Tupfer wie Kornblumen zeigten sich. Zurzeit strahlt die Fläche hauptsächlich in sonnigem Gelb. Da es bei einer Wildbienenwiese vor allem um Naturschutz und Nachhaltigkeit geht, wird es in den kommenden Jahren immer wieder neue blühende Elemente zu sehen geben.
Wie muss eine Wildbienenwiese gepflegt werden?
Im Gegensatz zu einer Rasenfläche benötigt eine Wildbienenwiese nur wenig Arbeitsaufwand. Unmittelbar nach der Einsaat muss die eingesäte Fläche über vier bis sechs Wochen stets feucht gehalten werden. Maximal zwei Mal im Jahr wird die Wiese mit einer Sense oder einem Wiesenmäher gemäht. In den Monaten Juli / August geht es darum, die ausgereiften Samenstände auf der Wiese zu verteilen und die Selbstaussaat der Pflanzen zu unterstützen. Die Pflanzenteile bleiben einige Zeit zum Trocknen liegen. Ab und zu sollte man sie wenden. Danach sollte man sie von der Wiese entfernen, damit sie nicht verrotten und sich kein nährstoffreicher Humus bildet. Die Pflanzenreste sollten nicht auf den Kompost. Im September / Oktober kann ein zweites Mal gemäht werden.
Wildbienenwiesen benötigen etwas Geduld. Oft zeigen sie sich erst nach ein paar Jahren in voller Pracht.
Informationen teilweise übernommen aus www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben
© Bezirk Köln-Ost
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