Zu einem besonderen Festtag wurde der 18. Mai 2025 in der Gemeinde Köln-Buchheim. Eine Konfirmandin trat vor den Altar, um das Konfirmationsgelübde abzulegen und den Segen zur Konfirmation zu erhalten.
Gott liebt uns und segnet uns
Nach dem Verlesen des Bibelwortes „Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient“ (Philipper 2,4), ging der Gemeindevorsteher, Evangelist Dominique Baur, am Anfang seiner Predigt auf den anschließenden Musikvortrag ein: „Herr, wir bitten, komm und segne uns!“ Wir könnten sicher sein, dass Gott uns segne. Das größte Gebot, das Jesus gegeben habe, sei, dass wir Gott über alles lieben sollten und den Nächsten wie uns selbst. Das bedeute, dass wir auf den anderen schauen sollten, aber auch auf uns selbst. Gott komme immer zu uns, reiche uns die Hand und bezeuge uns seine Liebe. So sollten wir auch in der Liebe Christi unserem Gegenüber begegnen.
In der vergangenen Woche habe der Apostel von den Influencern und Followern gesprochen, die es in verschiedenen Medien gebe. Deine und meine Entscheidung solle sein, Followerin oder Follower von Jesus Christus zu werden. Diese Entscheidung würden wir jeden Tag treffen. Dann würden wir immer wieder göttliche Impulse erleben, immer wieder spüren: Gott hat mich lieb.
Der Evangelist wies die jungen Menschen darauf hin, dass sie die Kirche von morgen seien. Den älteren Anwesenden gab er den Rat, ihnen den Weg einfach zu machen, sie zu unterstützen und mitzunehmen, sich von ihnen mitziehen zu lassen. Es sei wichtig, auf sie einzugehen, sie zu verstehen, sie zu begeistern, ihnen entgegenzugehen und sich mit ihnen gemeinsam aufs Kreuz, auf die Wiederkunft Christi zu fokussieren.
Konfirmanden erhalten Segen und Aufgaben
In seinem Predigtbeitrag ging der Konfirmandenlehrer, Priester Frank Scheibe aus der Gemeinde Köln-Porz, auf den Segen ein, der am Anfang des Gottesdienstes besonders hervorgehoben worden sei. Segen sei göttliche Zuwendung. Er habe kein Ablauf- oder Verfallsdatum, sondern werde die Konfirmandin immer begleiten. Um den Segen zu spüren, gehe es nicht darum, mehr zu tun, sondern darum, mehr Wesentliches zu tun. Bei einem besonderen Gottesdienst hätten die Jugendlichen aufschreiben können, was Jesus für sie tun solle. Viele Wünsche hätten dort gestanden. Ein Jugendlicher habe geschrieben: Jesus hat genug getan – jetzt bin ich dran.
Den Wunsch: Auch ich will!, sollten wir in nächster Zeit umsetzen, indem wir den anderen nicht verurteilen, ihm nicht wehtun, uns nicht auf Fehler fokussieren, sondern das große Ganze sehen, also auch das Positive. Dazu gehöre auch, auf die zu achten, die am Rand stehen, und sie in die Mitte zu holen. Eine weitere Aufgabe sei zu trösten, wenn ein anderer traurig sei und sich mitzufreuen und nicht neidisch zu sein, wenn jemand sich freue.
In der Vorbereitung auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl wies Priester Matthias Wabbals aus der Gemeinde Köln-Porz darauf hin, dass das Dienen aus der Liebe heraus geschehen solle und nicht, um dafür eine Belohnung zu erhalten. Wenn wir uns, wie Jesus es gesagt habe, mit unserem Nächsten versöhnen würden, dann trete Christus im Heiligen Abendmahl hinzu und wir würden das Sakrament mit ihm und durch ihn feiern.
Konfirmationsgelübde und Konfirmationssegen
Priester Frank Scheibe verlas den diesjährigen Konfirmandenbrief des Stammapostels. Anschließend sang ein kleiner Chor das Lied: „Gib mir die Augen, um Jesus zu schauen“. Die Konfirmandin und der Gemeindevorsteher traten vor den Altar und in einer kurzen Ansprache bereitete der Gottesdienstleiter auf die folgende Segenshandlung vor. Die Konfirmandin habe sich bewusst dafür entschieden, zu Gott ja zu sagen, sie solle sich wohlfühlen, Gott wolle sie segnen. Mit einem festen Ja bestätigte die junge Glaubensschwester die Frage nach dem Glauben an Gott und dem Willen, ihm nachzufolgen. Anschließend sprach sie das Konfirmationsgelübde gemeinsam mit allen, die es mitsprechen wollten.
Nach einem Gebet erhielt sie den Konfirmationssegen mit der Zusage, dass Gott der Vater sie liebe, dass er sie begleiten wolle, dass Jesus Christus sie liebe, für sie gestorben sei und sie erwählt habe und dass der Heilige Geist sie lenken, leiten und zum Ziele führen wolle.
Zum Abschluss der Handlung trug der jüngere Bruder der Konfirmandin für sie ein Lied mit der Gitarre vor.
Heiliges Abendmahl und Gottesdienstende
Nach der Konfirmation feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Nach Schlussgebet und Schlusssegen konnten die zahlreichen Gottesdienstbesucher der Konfirmandin und ihrer Familie gratulieren.
© Bezirk Köln-Ost
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