Am Pfingstmontag, 9. Juni 2025, fand der ökumenische Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Mauritius zum ersten Mal unter aktiver Beteiligung der Neuapostolischen Kirche statt. Neben Gläubigen aus der Katholischen, der Altkatholischen und der Evangelischen Kirche war auch der Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Buchheim, Evangelist Dominique Baur, aktiv an der Vorbereitung und der Durchführung des Wortgottesdienstes an diesem besonderen christlichen Fest beteiligt.
Begrüßung, Kyrie und Gebet
Der gastgebende Gemeindereferent, Wolfgang Obermann, stellte die Geistlichen vor und betonte, dass er sich über die Zusammenarbeit und Verbundenheit freue und sich wünsche, dass sie weitere Fortschritte mache. Nach dem einleitenden Segensgruß wies er auf die besondere Bedeutung dieses christlichen Festes hin. Während die Jünger an Ostern verängstigt hinter verschlossenen Türen gesessen hätten, sei Pfingsten das Fest der offenen Türen. Gott habe den Heiligen Geist gesandt, damit die Jünger als eine mit Feuer und Flamme wirkende Gemeinschaft seine Botschaft in die Welt trügen.
Im Kyrie und im anschließenden Gebet bat der Gemeindereferent darum, dass das sichtbare Miteinander gestärkt werde als sichtbares und deutliches Zeichen in dem Stadtteil.
Erste und zweite Lesung
Christian Schmidt von der evangelischen Kirchengemeinde übernahm die erste Lesung aus der Apostelgeschichte, in der es darum geht, dass der Heilige Geist in Form feuriger Zungen auf die Jünger herabkam und sie plötzlich für jeden, gleich welcher Herkunft und Sprache, verständlich predigen konnten, aber auch darum, dass viele dieses nicht verstanden und teilweise verspotteten.
Die zweite Lesung aus dem Johannesbrief trug Evangelist Dominique Baur vor. Hier verkündigt Jesus die Sendung des Heiligen Geistes, der die Wahrheit verkündigen werde. Diese Aufgabe werde auch den Jüngern zukommen.
Predigt und Fürbitten
Der Heilige Geist als Wegweiser war der Schwerpunkt in der Predigt von Pfarrer Heiko Kruse (Evangelische Kirche). Pfingsten habe nicht nur die Jünger damals, sondern auch uns mit Gottes Geist erfüllt. Dieser Beistand Gottes solle uns befähigen, von Gott zu zeugen. Wenn man in einer fremden Umgebung mit Hilfe des Smartphones den Weg suche, müsse man es manchmal durch Bewegen kalibrieren, damit es den richtigen Weg anzeige. Pfingsten sei dieser Punkt, an dem Gott sage: Richte mir dein Herz entgegen und ich richte dich aus. Zwei Lichtpunkte seien wesentlich, Gott als Anwalt und Tröster und unser Zeugnis in der glaubwürdigen, öffentlichen Liebe.
Damit der Kompass, der uns die Richtung zeige, nicht zerbreche, sei ein stabiles Gehäuse notwendig. Das seien Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung, im geistlichen Sinne Glaube, Liebe und Hoffnung. Dann gehe es nicht um Selbstoptimierung, sondern um lebendige Kräfte im göttlichen Sinn. Der Heilige Geist sei die liebende Gegenwart Gottes. Er solle uns klug, gerecht, tapfer und maßvoll machen und diese Liebe in uns ausgießen.
In den Fürbitten, vorgetragen von Christa Thiemer (Katholische Kirche), Günter Pröhl (Altkatholische Kirche) und Evangelist D. Baur, ging es besonders darum, Liebe zu zeigen.
Vaterunser, Friedensgruß und Segen
Gemeindereferent W. Obermann bat die Gemeinde, sich für das besondere Gebet, das Vaterunser, im Kreis um den Altar herum aufzustellen. In dieser Form wurde dieses Gebet gemeinsam gesprochen. Anschließend fassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Händen und übermittelten einander den Friedensgruß. Der Gottesdienst endete mit den Segenswünschen, die alle Geistlichen nacheinander der Gemeinde übermittelten.
Nach dem Gottesdienst kam es im Gemeindehaus bei Getränken und Gebäck noch zu vielen Gesprächen.
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