Eingeladen zum Kindergottesdienst waren die Kinder des Kirchenbezirks Köln-Ost am 26. Oktober 2025 nach Köln-Buchheim. Auch die Mitglieder der Gemeinde besuchten diesen Gottesdienst. Als besondere Gäste konnten die Sängerinnen und Sänger des Kinderchors Köln/Düsseldorf unter der Leitung von Birgit Beuke begrüßt werden.
Volltreffer Gottes
Nach dem Verlesen des Bibelwortes „Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ (Markus 2, 3-5), trug der Kinderchor das Lied „Volltreffer Gottes“ vor, in dem es heißt: „Ein Volltreffer Gottes bist du… du bist wertvoll, ja du!“
Auf dieses Lied ging der Gottesdienstleiter, Evangelist Dominique Baur, ein, indem er den Kindern sagte, sie sollten immer spüren, dass sie ein Volltreffer Gottes seien. Zwar sei niemand etwas Besseres als andere, aber niemand solle sich unnötig klein machen.
Nach dem erneuten Verlesen des Bibelwortes in einer neueren, verständlicheren Fassung erklärte der Evangelist, auch diese Männer zu Jesu Zeit seien überzeugt gewesen, sie hätten einen Volltreffer gelandet, Jesus könne helfen und er werde es tun. Sie hätten ihren Freund in einer auffälligen Aktion vom Dach herab an einem Seil ins Innere der Hütte hinabgelassen in der Erwartung, dass Jesus ihn heilen werde. Er aber habe ihm stattdessen die Sünden vergeben. Das habe einerseits zunächst enttäuscht, andererseits die Menschen empört. Sündenvergebung sei doch allein Sache Gottes. Zum Beweis, dass er Gottes Sohn war, habe Jesus den Kranken dann geheilt.
Die Macht Jesu
In seinem nächsten Lied trug der Kinderchor vor: „Von Anfang bis zum Ende hält Jesus seine Hände über dir und über mir… Immer und überall bin ich da.“ Dominique Baur stellte den Kindern die Frage, wie die Macht Jesu sichtbar geworden sei. Er habe Wasser zu Wein gemacht, habe geheilt; er habe viele richtig coole Dinge gemacht. Das Größte, was zunächst einmal gar nicht schön gewesen sei, sei jedoch sein Opfer gewesen. Er selbst habe Sünden vergeben können. Durch seinen Tod habe er die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir in jedem Gottesdienst die Sündenvergebung empfangen könnten.
Die göttliche Botschaft auszubreiten, sei Aufgabe eines jeden Christen für jeden Tag, Es könne Riesenspaß machen, an andere zu denken, für sie zu beten, zu sagen, dass Gott megastark ist, dass man sich immer auf ihn verlassen könne, dass er alle Menschen liebhat.
Dem anderen beistehen
Der Kinderchor beschrieb in seinem nächsten Lied, dass es unter bestimmten Bedingungen plötzlich geschieht, „dass einer auf einmal den andern mag und lernt, ihn zu versteh‘n.“ Mit Hilfe der Kinder sammelte der Gottesdienstleiter Vorschläge, was man für andere tun könne: jemandem aufhelfen, der gefallen sei; für jemanden da sein, den man eigentlich nicht so möge; spenden, beten; etwas zu essen geben; jemandem zuhören, um ihn gut zu verstehen. Die Männer damals hätten den Gelähmten getragen, obwohl es aussichtslos schien. So hätten sie es geschafft. Wenn wir glauben würden, dass Gott hilft, hätten wir mehr Möglichkeiten, anderen zu helfen.
Nach dem Lied des Kinderchors „Schritt für Schritt, so geh‘ ich meine Straße“, folgte eine von Diakonin Julia Hagedorn angeleitete Aktion. Zwischen zwei Stühlen vorne in der Kirche wurde ein Seil gespannt. Hinten versammelten sich die Kinder; zweien von ihnen wurden die Beine zusammengebunden, so dass sie nicht mehr laufen konnten. Es entstand die Frage, wie sie nach vorn und über das Seil kommen sollten. Schnell fanden sich Kinder, die sie unterstützten und es so möglich machten. Im Nachhhinein beschrieben die Kinder mit der Einschränkung, sie hätten sich hilflos gefühlt. Die Helfer dagegen meinten, es sei ein cooles Gefühl gewesen, helfen zu können. So wurde deutlich, dass Hilfe möglich ist und Freude macht, auch wenn man den Hilfsbedürftigen vielleicht gar nicht kennt. Abgerundet wurde die Aktion von dem gemeinsam gesungenen Lied „Die Spur der Hoffnung sehen“, das verschiedene Arten nennt, wie man jemandem beistehen kann, und immer mit den Worten endet: „Das kannst auch du.“
Vor dem Gottesdienst hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen Zettel den Namen einer Person geschrieben, an die sie heute besonders denken würden. Evangelist Dominique Baur erinnerte an die Worte Jesu: „Ich habe dich lieb.“ Er stellte die Frage, ob wir diesen Satz auch zu Gott, aber auch zu der Person sagen würden, deren Namen wir aufgeschrieben hätten. Manchmal sei es schwierig, aber es gelte: „Probier’s, den andern liebzuhaben, gib ihm eine Chance!“ Das gelte für alle Menschen, die noch lebenden und die bereits gestorbenen. Dazu würden wir Kraft brauchen. Die bekämen wir durch Leib und Blut Jesu im Heiligen Abendmahl.
Sündenvergebung, Heiliges Abendmahl und Abschluss des Gottesdienstes
Das Bußlied übernahm mit „Vater, ich hab‘ alles falsch gemacht“, in diesem Gottesdienst auch der Kinderchor. Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl, Schlussgebet und Schlusssegen setzte der Kinderchor den Endpunkt.
Als letztes Lied im Gottesdienst trugen die Kinder das bekannte Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ vor; in den Refrain stimmte die Gemeinde ein. Danach lud Birgit Beuke noch zu einer Mitmachaktion ein. Zunächst ging es um das Lied „Kleine Tropfen Wasser“ in einer neuen Version, das vom Kinderchor vorgesungen und dann in verschiedenen Tempi und Lautstärken von der Gemeinde nachgesungen wurde. Beim endgültig letzten Lied wurde es sportlich: Beim „Halleluja, preiset den Herrn!“ mussten abwechselnd die Besucher der linken oder rechten Seite aufstehen, je nach Text, der gerade gesungen wurde. Das forderte Konzentration und brachte den einen oder anderen in Verwirrung. Zum Schluss zeigten alle ihre Begeisterung in spontanem Applaus.
© Bezirk Köln-Ost
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