Eine große Gemeinde bildeten die Glaubensgeschwister aus Bergisch Gladbach, Köln-Buchheim, Köln-Dellbrück, Köln-Porz und Köln-Rath am 12. November 2025 in der Kirche Köln-Buchheim. Dort feierte Apostel Franz-Wilhelm Otten mit ihnen den Abendgottesdienst.
Heute ist der wichtigste Tag
Biblische Grundlage war der Vers 22 aus dem 2. Kapitel des Markusevangeliums: „Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in alte Schläuche.“
Im Hinblick auf die Aussage des Chorliedes „Denn er ist unser Gott“, wies der Apostel darauf hin, dass das eine neue Dimension in unserem Leben bedeute. So wie es das Lied aussage, sei heute der wichtigste Tag, an der wir etwas bewegen, etwas verändern, bewirken, Frieden schaffen und vergeben könnten.
Evangelium nicht als Veränderung, sondern als Neuanfang
Zur Zeit Jesu sei es üblich gewesen, sich eng an die mosaischen Regeln zu halten, dazu habe auch das Fasten gehört. Die Jünger seien gefragt worden, warum sie sich nicht an diese Regeln halten würden. Der Grund sei gewesen, dass die gewohnten Praktiken nichts mit dem zu tun gehabt hätten, was Jesus gelehrt hätte, dass sie nicht zum Evangelium gepasst hätten. Jesu Lehre sei keine Anpassung an Bestehendes gewesen, sondern etwas völlig Neues, eine echte Revolution. Daher habe es auch viel Ablehnung gegeben.
Jesus habe das Wesen Gottes ganz neu dargestellt. Die Juden hätten auf einen Messias gewartet, der seine Macht zeigen, die Feinde zerstören und sei so erlösen würde. Jesus dagegen habe gelehrt, dass Gott Liebe, Gnade und Barmherzigkeit sei und alle Menschen liebe. Das alte Volk habe geglaubt, dass es Gott gefallen würde, wenn sie streng nach dem mosaischen Gesetz leben und alle Regeln einhalten würden. Die Lehrer Christi dagegen sei gewesen, dass das Verhalten der Menschen davon bestimmt werden solle, dass sie sich von ganzem Herzen für Gott entscheiden und aus dieser Herzenshaltung heraus ihr Leben gestalten würden.
Segen habe man nach Ansicht der Juden erhalten, wenn man die Gebote befolgt habe; Krankheiten oder andere Probleme seien die Folge von Regelverstößen gewesen. In der Bergpredigt habe Jesus dagegen geäußert: „Selig sind, die geistlich arm sind… Selig sind, die Leid tragen… Selig sind die Sanftmütigen…“. Segen werde also durch das Heil Gottes gegeben, nicht durch äußere Voraussetzungen. Während das Ziel der Juden ein frommes Leben anhand der Regeln gewesen sei, beschrieb Jesus das Ziel als das Erreichen der ewigen Gemeinschaft mit Gott durch Nachfolge und Sakrament. Schließlich hätten die Juden sich für das einzige erwählte Volk gehalten. Jesus dagegen habe gelehrt, dass Gottes Volk aus allen Völkern erwählt werde.
Bewahren des ewig gültigen Evangeliums
Das Evangelium sei universell, ewig gültig und höchst aktuell, es ändere sich nicht. Es gebe dramatische Unterschiede in den Lebensverhältnissen der Menschen, das Evangelium sei jedoch unveränderlich. Wichtig sei, sich dessen bewusst zu bleiben. Paulus habe die Galater ermahnt, nicht in die Knechtschaft zurückzufallen. Bei der Wüstenwanderung hätten die Juden die schlechten Lebensbedingungen mit der Zeit vergessen und sich nur an das gute Essen erinnert.
Die Lehre Jesu sei nicht nur Gewinn, sondern auch Anforderung. Wir würden in der Freiheit des Evangeliums leben. Manche würden sich mehr Regeln und damit das Abgeben von Verantwortung wünschen. Die grundlegende Regel des Neuen Testaments „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst“, solle die Grundlage unseres Verhaltens sein. Auf der Grundlage des Heiligen Geistes ergäben sich aus der Liebe zu Gott, zum Nächsten und zu sich selbst die richtigen Entscheidungen. Das Heil könnten wir nicht verdienen, sondern es beruhe auf der Gnade Gottes. „Lasst uns so leben in der Orientierung am Evangelium Jesu.“
Nach einem Predigtbeitrag des Bezirksältesten Siegmar Meyer feierte die Gemeinde Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl. Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen.
© Bezirk Köln-Ost
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