Schon seit einiger Zeit feiern Christen aus der Katholischen, der Evangelischen, der Alt-Katholischen und der Neuapostolischen Kirche aus dem Kirchenbereich Köln-Buchheim, -Buchforst und -Mülheim jeweils am zweiten Tag der kirchlichen Hochfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten gemeinsam Gottesdienst. Am zweiten Pfingsttag 2026 fand er zum ersten Mal in der Neuapostolischen Kirche in Köln-Buchheim statt.
Wirken des Heiligen Geistes
Schwerpunkt des Gottesdienstes war das Wirken des Heiligen Geistes, das Mut mache und Verbindungen schaffe. Nach dem Beginn des Gottesdienstes mit dem Trinitarischen Eingang und einem Gebet, gesprochen vom Bezirksältesten Bernd Skoppek aus Köln-West, nach Gemeindegesang und Begrüßung las Dr. Gert Tröger die Pfingstgeschichte aus Apostelgeschichte 2,1-13 und ergänzte sie mit einigen historischen Hinweisen zu Gemeinden im beschriebenen Gebiet früher und heute.
Heiliger Geist öffnet Türen
Gemeindereferent Wolfgang Obermann verband in seiner Predigt die Gemeinsamkeiten von Ostern und Pfingsten miteinander. An Ostern hätten die Jünger hinter verschlossenen Türen gesessen, statt die Botschaft von Christus zu verbreiten. Alle Evangelien würden berichten, dass Frauen aus Liebe zu Jesu ans Grab gegangen seien, ohne zu wissen, wie sie den schweren Stein beseitigen sollten. Der sei jedoch schon weg gewesen. Mit der Auferstehung habe Jesus die Tür zum neuen und ewigen Leben geöffnet.
Zu Pfingsten hätten die Jünger ebenfalls in einem verschlossenen Raum gesessen, als sie das Brausen gehört hätten. Da habe sich genauso gezeigt, dass sich der Heilige Geist nicht durch verschlossene Türen aufhalten lasse. Die Kraft des Geistes könne uns in Gemeinschaft bringen ohne Rücksicht auf verschlossene Türen oder Herzen. Diese Kraft habe auch bewirkt, dass wir aufeinander zugegangen seien, den Glauben miteinander teilen würden und im christlichen Glauben zusammen seien. Der Geist Gottes lasse Herzen aufgehen, lockere unsere Zungen und lasse uns Ökumene leben wie bei einer bunten Wiese.
Beteiligung der Gemeinde
Die Gläubigen in diesem Gottesdienst waren nicht nur Zuhörer der Wort- und Musikbeiträge, sondern auch aktiv beteiligt beim Gemeindegesang, beim gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel in der ökumenischen Fassung und beim Gebet, dem Vaterunser.
In den Fürbitten, die von Vertretern aller vier Gemeinden vorgetragen wurden, ging es vorrangig darum, dass der Geist Gottes Frieden und Nächstenliebe schafft, aber auch um die Bitte für Menschen, die im Krieg leben.
Abschluss und Nachklang
Der Gottesdienst endete mit dem aaronitischen Segen, den die Vertreter aller vier vertretenen Konfessionen – Gemeindereferent Wolfgang Obermann für die Katholische Kirche, Günter Pröhl für die Alt-Katholische Kirche, Pfarrer Heiko Kruse für die Evangelische Kirche und Bezirksältester Bernd Skoppek für die Neuapostolische Kirche, gemeinsam der Gemeinde spendeten.
Nach dem Gottesdienst gab es bei Gebäck und Kuchen noch zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit bekannten und bisher unbekannten Mitchristen, angefangen vom Rückblick auf den Gottesdienst bis hin zu allgemeinen und persönlichen Fragen und Themen.
Der nächste Gottesdienst, den wir in der Buchheimer Ökumene miteinander feiern, findet am Samstag, 26.12.26, dem 2. Weihnachtsfeiertag, um 11:00 Uhr in der katholischen Kirche St. Mauritius statt. Sie sind herzlich willkommen!
© Bezirk Köln-Ost
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