Keine Panik, wenn das Leben stürmt – unter diesem Gedanken stand der gemeinsame Familiengottesdienst der Bezirke Köln-Ost und Köln-West in der Gemeinde Köln-Buchheim. Schon beim Ankommen war zu spüren: Dieser Tag sollte mehr sein als ein gemeinsames Treffen. Familien, Lehrkräfte, Bezirksämter und Kinderbeauftragte aus dem Apostelbereich Otten kamen zusammen, um Glauben zu teilen, Gemeinschaft zu erleben und sich neu stärken zu lassen. Geleitet wurde der Gottesdienst nach dem neuen KiGo plus Konzept von Priesterin Sibylla Ryll-Gerber aus der Gemeinde Frechen.
Im Zentrum stand das Bibelwort vom Jahresbeginn: „Fürchte dich nicht, glaube nur“ aus Markus 5,36 – ein Satz, der sich wie ein Leitmotiv durch den gesamten Gottesdienst zog. In der Predigt wurde eindrücklich beschrieben, wie Angst zum Alltag vieler Menschen gehört und doch nicht das letzte Wort behalten muss. Zur Veranschaulichung wurde die Geschichte Jesu, zur Stillung des Sturms gelesen und mit Geräuschen untermalt. Das Bild von der Sturmstillung machte deutlich: Auch wenn Wellen hochschlagen und Sicherheiten ins Wanken geraten, bleibt Christus gegenwärtig. Denn Jesus stehe bei den Menschen. Gerade dort, wo Menschen sich klein, unsicher oder überfordert fühlen, kann Vertrauen neue Ruhe wachsen lassen.
Besonders berührend war, wie nah die Botschaft an das eigene Leben heranrückte. Angst wurde nicht ausgeblendet, sondern ernst genommen – als Gefühl, das jeder kennt und das manchmal bedrohlich groß werden kann. Zugleich zeigte die Predigt Wege auf, mit ihr umzugehen: durch bewusstes Atmen, durch Gespräche mit vertrauten Menschen, durch einen veränderten Blick auf die Situation und vor allem durch das Gebet. Eine durchgeführte Vertrauensübung der Kindern machte diese Gedanken sichtbar und greifbar. Sie zeigte auf einfache Weise, was Glauben bedeuten kann: sich führen lassen, Halt finden und den nächsten Schritt wagen, auch wenn nicht alles sichtbar ist.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl verdichtete sich diese Erfahrung noch einmal: Vergebung, Versöhnung und innere Erleichterung wurden als spürbare Nähe Gottes erlebt.
Nach dem Gottesdienst klang der Vormittag bei Pizza und Kuchen in lebendiger Gemeinschaft aus.
Im darauffolgenden Beisammensein der Lehrkräfte wurde das Konzept von KiGo plus vorgestellt und erläutert. So blieb am Ende nicht nur die Erinnerung an einen gelungenen Gottesdienst, sondern vor allem das Gefühl, mit neuer Hoffnung und gestärktem Vertrauen nach Hause zu gehen.
© Bezirk Köln-Ost
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