Am Sonntag, 14. Juni, versammelte sich eine große Festgemeinde zu einem Gottesdienst, der von einer spürbaren Freude getragen war. Zwei Sakramente durften empfangen werden: die Heilige Wassertaufe und das Heilige Abendmahl.
Das Bibelwort für den Gottesdienst stellte die „Freude am HERRN“ in den Mittelpunkt – eine Freude, aus der, wie Vorsteher Priester Rolf Bauer ausführte, Kraft erwächst: Kraft zum Dienen. Dieses Dienen sei dann inneres Bedürfnis und werde nicht als notwendige Pflicht aufgefasst. Die Freude am HERRN soll durch den Heiligen Geist als "ansteckend" von unseren Nächsten erfahren werden.
Priester Frank Sawusch aus Köln‑Dellbrück nahm in seinem Dienen diesen Gedanken auf und ergänzte ihn mit passenden Worten.
Nach Bußlied, "Unservater"‑Gebet, Freisprache und Opfergebet folgte die Heilige Wassertaufe.
Eine historische Taufschale aus dem Archiv der NAK Brauweiler – einst schon von Stammapostel Niehaus in den 1920er‑Jahren in der Gemeinde Köln-Ehrenfeld genutzt – verlieh der Handlung eine besondere Note.
Der kleine Malian S. empfing die Taufe und damit den Bund Gottes, der verlässlich und ewig gilt. Die Heilige Wassertaufe besiegelt das erste Näheverhältnis eines Menschen mit Gott. Die bald stattfindende Heilige Versiegelung, also die Spendung des Heiligen Geistes durch den Apostel, ist die weitere, tiefe Bindung an Gott.
Als persönliches Begleitwort zur Heiligen Wassertaufe gab der Vorsteher den Bibelvers Jesaja 54,10 mit auf den Weg: dass Gottes Gnade nicht weicht und sein Friedensbund Bestand hat, selbst wenn Berge fallen.
Die Eltern baten bereits vor einigen Wochen um die Taufe ihres Kindes. Damit übernahmen sie bewusst Verantwortung für Malians seelische Entwicklung. Auch die Gemeinde wurde eingeladen, ihm ein Ort der Bewahrung und des Mittragens zu sein. Nach Gebet und Aussonderung des Wassers zur Heiligen Wassertaufe nahm Malian die „nasse“ Handlung ruhig und sogar sichtbar vergnügt entgegen. Anschließend trug ein Teil der Familie ein Lied vor, das den Wunsch nach einer behüteten Lebensreise ausdrückte.
Anschließend feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Der kräftige, freudige Gemeindegesang am Schluss des Gottesdienstes mit dem Wunschlied der Eltern „Weil ich Jesu Schäflein bin“ unterstrich noch einmal den warmen Charakter dieses Gottesdienstes. Nach der Gratulationscour blieb die Gemeinde gerne zu einem Imbiss zusammen, nutzte die Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen und ließ diesen besonderen Sonntag in schöner Atmosphäre ausklingen.
© Bezirk Köln-Ost
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