Am 13.10.26 fanden sich Geistliche und Gemeindemitglieder dieses Kreises in der Neuapostolischen Kirche in Bergisch Gladbach ein.
Das umfangreiche Programm sorgte für einen langen Abend. Unter anderem wurde der Vorstand des Gremiums „Ökumeneausschuss im RBK“ neu gewählt. Dort ist auch die NAK Bergisch Gladbach Mitglied.
Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Andacht der beiden Bergisch Gladbacher Geistlichen, Hirte i. R. Wolfgang Dick von der neuapostolischen und Pfarrer Carsten Bierei von der evangelischen Kirche. Thematisiert wurde die in den Evangelien geschilderte "Speisung der 5.000". Gemeinsamer Gesang, von Pfarrer Bierei auf der Gitarre begleitet, und das gemeinsam gesprochene „Vaterunser“ brachten die spürbare Verbundenheit der anwesenden Christen verschiedener Konfessionen zum Ausdruck. Während der Andacht wurde ein Agapemahl gefeiert. Das ist ein gemeinschaftliches, religiöses Mahl im Christentum, das an die Tischgemeinschaft Jesu mit seinen Jüngern und das Teilen in den frühchristlichen Gemeinden erinnert. Es ist kein Heiliges Abendmahl. An diesem Abend wurden zu diesem Mahl Fladenbrot, Käse, Weintrauben, Oliven, Wein und Traubensaft gereicht.
Anschließend sprach Pfarrer i. R. Dr. Hans-Georg Link über die Kirchengemeinschaft 500 Jahre nach dem Augsburger Bekenntnis, dem Bekenntnis der evangelischen Lehre, welches von Philipp Melanchton dem Deutschen Kaiser Karl V dort übergeben wurde. Dessen Jubiläum soll 2030 im Altenburger Dom feierlich begangen werden.
Link führte engagiert und anschaulich in das ökumenische Spannungsfeld zwischen Einheit und Gemeinschaft ein. Dabei schlug er einen Bogen von Luthers 1517 mit den 95Thesen begonnenem Reformbestreben innerhalb der katholischen Kirche, über das Augsburger Bekenntnis von 1530 bis zum heutigen Ringen der christlichen Kirchen in der ökumenischen Bewegung. Im Zentrum stehen die gegenseitige Anerkennung von Ämtern, Taufe und Heiligem Abendmahl. Eine Vereinheitlichung aller christlichen Konfessionen ist weder Ziel noch Zweck der Ökumene.
Der Vortrag regte die Zuhörenden zu Fragen an, die anschließend gemeinsam besprochen wurden. Die Teilnehmenden vermissten besonders klare, mahnende Worte der geistlichen Oberhäupter christlicher Kirchen. Diese sollten sich vor Ort hörbar für ein Ende der Kriege einsetzen – insbesondere in der Ukraine, in Ruanda und in vielen weiteren Regionen.
Als jüngstes Vollmitglied im Arbeitskreis Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) engagiert sich die NAK auch auf höchster Ebene für die Ökumene. Vor Ort setzen sich der Ökumenebeauftragte Hirte i. R. Wolfgang Dick und Diakonin Julia Hagedorn bereits seit Längerem intensiv dafür ein und sind gefragte Gesprächspartner. Die Ökumene folgt dabei dem Leitgedanken: „Versöhnte Verschiedenheit“.
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